Martina Hingis zählt zu den erfolgreichsten und außergewöhnlichsten Tennisspielerinnen der Geschichte. Bereits als Teenager beherrschte die Schweizerin die internationale Konkurrenz. Mit 16 Jahren gewann sie drei Grand-Slam-Turniere im Einzel und wurde zur jüngsten Weltranglistenersten seit Einführung des WTA-Rankings.
Nach mehreren Rücktritten gelang Hingis außerdem ein bemerkenswertes Comeback als Doppelspielerin. Insgesamt holte sie 25 Grand-Slam-Titel im Einzel, Doppel und Mixed. Ihre endgültige Profikarriere beendete sie 2017 als Nummer eins der Doppelweltrangliste.
Auch 2026 steht Martina Hingis gelegentlich auf dem Tennisplatz. Sie nimmt an Legendenwettbewerben und Showmatches teil, konzentriert sich ansonsten jedoch vor allem auf ihre Tochter Lia. Von ihrem zweiten Ehemann Harald „Harry“ Leemann lebt sie seit 2022 getrennt. Eine Scheidung oder eine neue Beziehung hat sie bislang nicht öffentlich bestätigt.
Martina Hingis im Steckbrief
| Merkmal | Angaben |
| Vollständiger Name | Martina Hingis |
| Geburtsdatum | 30. September 1980 |
| Alter 2026 | 45 Jahre, ab 30. September 46 Jahre |
| Geburtsort | Košice, damalige Tschechoslowakei |
| Nationalität | Schweizerisch |
| Wohnort | Region Zürichsee, Schweiz |
| Größe | etwa 1,70 Meter |
| Beruf | Ehemalige Tennisspielerin |
| Spielhand | Rechts |
| Mutter | Melanie Molitor |
| Kinder | Eine Tochter, Lia |
| Erster Ehemann | Thibault Hutin, verheiratet von 2010 bis 2013 |
| Zweiter Ehemann | Harald „Harry“ Leemann, Hochzeit 2018, Trennung 2022 |
| Grand-Slam-Titel | 25 insgesamt |
| Einzel-Titel auf der WTA Tour | 43 |
| Doppel-Titel auf der WTA Tour | 64 |
| Höchste Weltranglistenposition | Nummer 1 im Einzel und Doppel |
| Karriereende | 2017 |
| Größter olympischer Erfolg | Silber im Doppel 2016 |
Hat Martina Hingis 2026 einen Ehemann?
Martina Hingis heiratete im Juli 2018 den Schweizer Sportarzt Harald „Harry“ Leemann. Die Hochzeit fand in Zug statt. Hingis kannte Leemann durch das Schweizer Fed-Cup-Team, das heute im Billie Jean King Cup antritt. Dort arbeitete er als Mannschaftsarzt.
Im März 2019 kam die gemeinsame Tochter Lia zur Welt. Rund vier Jahre nach der Hochzeit bestätigte Hingis jedoch im August 2022 die Trennung. Sie erklärte, dass das Paar unterschiedliche Lebenspläne und Ziele entwickelt und sich auseinandergelebt habe.
Anschließend zog Hingis mit ihrer Tochter aus dem gemeinsamen Haus aus. Sie ließ sich in der Nähe ihrer Mutter am Zürichsee nieder. Gleichzeitig betonte sie, dass sie und Leemann im Interesse ihrer Tochter weiterhin vernünftig miteinander umgehen wollten.
Ob die Ehe inzwischen rechtskräftig geschieden wurde, ist öffentlich nicht zuverlässig dokumentiert. Deshalb lässt sich Harald Leemann 2026 je nach rechtlichem Stand weiterhin als Ehemann oder als getrennt lebender Ehemann bezeichnen. Einen neuen Partner hat Martina Hingis nicht öffentlich vorgestellt.
Martina Hingis und ihre Tochter Lia
Tochter Lia wurde am 8. März 2019 geboren. Martina Hingis bezeichnet das Muttersein als eine ihrer wichtigsten Aufgaben. Nach dem Ende ihrer Profikarriere konnte sie sich intensiver auf ihr Familienleben konzentrieren.
Lia wächst sportlich auf. Hingis erzählte in Interviews, dass ihre Tochter unter anderem Tennis, Reiten, Skifahren, Schlittschuhlaufen und Schwimmen ausprobiert. Ihre Mutter möchte sie jedoch nicht frühzeitig auf eine Karriere als professionelle Tennisspielerin festlegen.
Stattdessen soll Lia selbst herausfinden, welche Sportarten ihr Freude bereiten. Natürlich bekommt sie dabei außergewöhnliche Unterstützung: Hingis steht nach eigenen Angaben regelmäßig mit ihrer Tochter auf dem Tennisplatz und bringt ihr unter anderem Volleys bei.
Der familiäre Bezug zum Tennis reicht noch eine Generation weiter. Martina Hingis wurde bereits von ihrer eigenen Mutter Melanie Molitor trainiert. Dennoch scheint sie bei Lia darauf zu achten, sportlichen Ehrgeiz nicht mit übermäßigem Druck zu verbinden.
Wer war Martina Hingis’ erster Ehemann?
Vor ihrer Ehe mit Harald Leemann war Martina Hingis mit dem französischen Springreiter Thibault Hutin verheiratet. Die beiden heirateten im Dezember 2010 in Paris. Ihre Beziehung zerbrach jedoch wenige Jahre später.
2013 wurde die Trennung öffentlich. Hutin erhob damals schwere Vorwürfe gegen Hingis und behauptete unter anderem, sie sei ihm untreu gewesen. Hingis äußerte sich nur begrenzt zu den Details. Deshalb lassen sich viele Aussagen über das Scheitern der Ehe nicht unabhängig überprüfen.
Die Verbindung zum Pferdesport blieb Hingis auch nach der Trennung erhalten. Reiten gehört weiterhin zu ihren großen Leidenschaften. Auf ihren öffentlichen Kanälen zeigt sie sich regelmäßig bei Pferden, beim Skifahren oder auf Reisen.
Kindheit und Herkunft von Martina Hingis
Martina Hingis wurde am 30. September 1980 in Košice geboren, das damals zur Tschechoslowakei gehörte und heute in der Slowakei liegt. Ihre Mutter Melanie Molitor war selbst Tennisspielerin und Trainerin. Ihr Vater Karol Hingis spielte ebenfalls Tennis.
Benannt wurde Martina nach der tschechoslowakischen Tennislegende Martina Navrátilová. Schon als kleines Kind begann sie mit dem Training. Nach der Trennung ihrer Eltern zog sie mit ihrer Mutter in die Schweiz und wuchs im Kanton St. Gallen auf.
Melanie Molitor erkannte früh das außergewöhnliche Ballgefühl ihrer Tochter. Allerdings beruhte Hingis’ Spiel nicht in erster Linie auf Kraft. Sie überzeugte vielmehr durch Übersicht, Antizipation, präzise Platzierung und taktische Intelligenz.
Bereits mit zwölf Jahren gewann sie das Juniorinnenturnier der French Open. 1994 verteidigte sie diesen Titel. Im selben Jahr wechselte sie im Alter von 14 Jahren ins Profilager.
Martina Hingis wurde mit 16 Jahren zur Nummer eins
Der internationale Durchbruch gelang Martina Hingis 1996. Gemeinsam mit Helena Suková gewann sie in Wimbledon den Doppelwettbewerb. Mit 15 Jahren und neun Monaten war sie damals die jüngste Grand-Slam-Siegerin der Tennisgeschichte.
Ihre große Einzelsaison folgte 1997. Hingis gewann zunächst die Australian Open. Mit 16 Jahren, drei Monaten und 26 Tagen wurde sie zur jüngsten Grand-Slam-Einzelsiegerin des 20. Jahrhunderts.
Kurz darauf erreichte sie die Spitze der Weltrangliste. Bis heute ist sie die jüngste Nummer eins seit Einführung des offiziellen WTA-Rankings. Darüber hinaus gewann sie 1997 Wimbledon und die US Open. Lediglich bei den French Open verlor sie das Finale gegen Iva Majoli.
Hingis stand damit in allen vier Grand-Slam-Endspielen einer einzigen Saison. Sie war zu diesem Zeitpunkt erst 16 beziehungsweise 17 Jahre alt. Ihre außergewöhnlichen Rekorde machten sie weltweit als „Swiss Miss“ bekannt.
Wie viele Grand-Slam-Titel gewann Martina Hingis?
Martina Hingis gewann insgesamt 25 Grand-Slam-Titel:
| Disziplin | Titel |
| Einzel | 5 |
| Damendoppel | 13 |
| Mixed-Doppel | 7 |
| Gesamt | 25 |
Im Einzel siegte sie dreimal bei den Australian Open sowie jeweils einmal in Wimbledon und bei den US Open. Der Titel bei den French Open blieb ihr dagegen verwehrt. Sie erreichte in Paris 1997 und 1999 das Finale.
Besonders bitter verlief das Endspiel 1999 gegen Steffi Graf. Hingis führte mit einem Satz und einem Break, verlor nach mehreren Diskussionen mit der Schiedsrichterin jedoch die Kontrolle über das Match. Am Ende gewann Graf mit 4:6, 7:5 und 6:2.
Im Doppel gelang Hingis 1998 sogar der Kalender-Grand-Slam. Sie gewann innerhalb eines Jahres die Australian Open, French Open, Wimbledon und US Open. Dabei spielte sie mit Mirjana Lučić sowie Jana Novotná zusammen.
Insgesamt führte Hingis die Einzelweltrangliste 209 Wochen und die Doppelweltrangliste 90 Wochen lang an. Die WTA führt 43 Einzeltitel und 64 Doppeltitel in ihrer Karrierebilanz.
Verletzungen und erstes Karriereende
Obwohl Hingis noch sehr jung war, hinterließ die jahrelange Belastung deutliche Spuren. Vor allem ihre Knöchel bereiteten ihr große Probleme. Mehrere Operationen konnten die Beschwerden nicht dauerhaft beseitigen.
Anfang 2003 erklärte sie deshalb im Alter von nur 22 Jahren ihr erstes Karriereende. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits 40 Einzeltitel und 36 Doppeltitel gewonnen.
Allerdings blieb Hingis dem Tennis verbunden. 2006 kehrte sie auf die WTA Tour zurück und schaffte es noch einmal bis auf Platz sechs der Einzelweltrangliste. Für ihr erfolgreiches Comeback erhielt sie einen Laureus World Sports Award.
Dopingfall und zweiter Rücktritt
Im November 2007 gab Martina Hingis ihren erneuten Rücktritt bekannt. Zuvor war bei einer während des Wimbledon-Turniers abgegebenen Probe ein Abbauprodukt von Kokain festgestellt worden.
Hingis bestritt ausdrücklich, Kokain konsumiert zu haben, und bezeichnete sich als unschuldig. Ein unabhängiges Tribunal des Internationalen Tennisverbandes erkannte dennoch einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Bestimmungen. Daraufhin wurde sie rückwirkend ab Oktober 2007 für zwei Jahre gesperrt. Außerdem wurden Ergebnisse, Weltranglistenpunkte und Preisgelder gestrichen.
Der Fall sollte deshalb differenziert dargestellt werden: Der positive Test und die Sperre sind belegt. Hingis selbst hat einen bewussten Drogenkonsum jedoch stets zurückgewiesen.
Spektakuläres Comeback im Doppel
2013 kehrte Martina Hingis erneut auf die WTA Tour zurück. Diesmal konzentrierte sie sich fast vollständig auf das Doppel und Mixed. Dabei zeigte sich, dass ihre Spielübersicht, ihre schnellen Reflexe und ihr Gefühl am Netz weiterhin zur Weltspitze gehörten.
Besonders erfolgreich spielte sie mit der Inderin Sania Mirza. Das Duo gewann unter anderem 2015 Wimbledon und die US Open sowie 2016 die Australian Open. Zeitweise blieben Hingis und Mirza 41 Matches in Folge ungeschlagen.
Auch im Mixed feierte Hingis große Erfolge. Gemeinsam mit Leander Paes gewann sie mehrere Grand-Slam-Turniere und vervollständigte ihren Karriere-Grand-Slam in dieser Disziplin.
Bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro erreichte sie zusammen mit Timea Bacsinszky das Doppelendspiel. Das Schweizer Duo verlor gegen Jekaterina Makarowa und Jelena Wesnina, gewann aber die Silbermedaille. Olympics.com bestätigt Hingis und Bacsinszky als Silbermedaillengewinnerinnen von Rio.
Im Oktober 2017 beendete Hingis ihre Karriere endgültig. Bemerkenswert war, dass sie zu diesem Zeitpunkt erneut an der Spitze der Doppelweltrangliste stand.
Was macht Martina Hingis heute?
Martina Hingis bestreitet keine regulären WTA-Turniere mehr. Dennoch ist sie weiterhin im Tennis aktiv. Sie spielt Showmatches, nimmt an Legendenwettbewerben teil und tritt als Expertin oder Botschafterin bei Veranstaltungen auf.
Bei den French Open 2026 spielte sie beispielsweise im Legendenwettbewerb. Zusammen mit Lucie Šafářová sowie in einem weiteren Match mit Angelique Kerber war sie erfolgreich. Im August 2026 gewann sie außerdem ein Showmatch gegen Andrea Petković bei den Hamburg Ladies Open.
Damit zeigt Hingis noch immer jene Qualitäten, die ihr Spiel schon in den 1990er-Jahren auszeichneten: saubere Technik, frühe Ballannahme und ein außergewöhnliches Verständnis für freie Räume.
Darüber hinaus engagiert sie sich als Botschafterin für die Hilfsorganisation Right To Play. Die Organisation nutzt Sport und Spiel, um Kinder in benachteiligten Regionen zu unterstützen. 2013 wurde Hingis zudem in die International Tennis Hall of Fame aufgenommen.
Fazit: Martina Hingis bleibt eine Tennislegende
Martina Hingis veränderte den Frauentennis-Sport, obwohl ihre Karriere mehrfach unterbrochen wurde. Als Jugendliche stellte sie Rekorde auf, die teilweise bis heute bestehen. Später erfand sie sich als Doppelspielerin neu und gewann noch einmal zahlreiche Grand-Slam-Titel.
Privat konzentriert sie sich 2026 vor allem auf Tochter Lia. Von Harald Leemann lebt sie seit 2022 getrennt, während der genaue Scheidungsstatus nicht öffentlich geklärt ist. Eine neue Beziehung hat sie nicht bestätigt.
Dem Tennis bleibt Hingis dennoch eng verbunden. Ihre Auftritte bei Legendenwettbewerben und Showmatches zeigen, dass ihre Spielintelligenz auch viele Jahre nach dem Karriereende nichts von ihrer Faszination verloren hat.
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Häufige Fragen zu Martina Hingis
Wie alt ist Martina Hingis 2026?
Martina Hingis wurde am 30. September 1980 geboren. Sie ist bis zum 29. September 2026 45 Jahre alt und feiert anschließend ihren 46. Geburtstag.
Ist Martina Hingis noch verheiratet?
Martina Hingis heiratete 2018 den Sportarzt Harald „Harry“ Leemann. Im August 2022 bestätigte sie die Trennung. Ob das Paar inzwischen rechtskräftig geschieden wurde, ist öffentlich nicht eindeutig bekannt.
Hat Martina Hingis Kinder?
Ja. Martina Hingis hat eine Tochter namens Lia. Sie wurde am 8. März 2019 geboren und stammt aus der Ehe mit Harald Leemann.
Hat Martina Hingis einen neuen Freund?
Martina Hingis hat 2026 keinen neuen Freund oder Partner öffentlich bestätigt. Über ihr aktuelles Liebesleben liegen daher keine verlässlichen Angaben vor.
Wie viele Grand-Slam-Titel hat Martina Hingis gewonnen?
Martina Hingis gewann insgesamt 25 Grand-Slam-Titel: fünf im Einzel, 13 im Damendoppel und sieben im Mixed-Doppel.
Warum beendete Martina Hingis ihre Karriere?
Ihr erster Rücktritt 2003 hing vor allem mit schweren Knöchelproblemen zusammen. 2007 trat sie nach einem positiven Kokaintest und einer späteren Sperre erneut zurück, wobei sie einen Konsum stets bestritt. Nach ihrem erfolgreichen Doppel-Comeback beendete sie ihre Karriere 2017 endgültig.
Was macht Martina Hingis heute?
Martina Hingis kümmert sich vor allem um ihre Tochter, spielt regelmäßig Tennis und nimmt gelegentlich an Legendenwettbewerben sowie Showmatches teil. Außerdem engagiert sie sich für wohltätige Projekte.

